Der Transrapid – eine Erfolgsgeschichte kommt nach München zurück
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In diesem Gebäude an der Moosacher Straße arbeitet die Münchener ThyssenKrupp-Entwicklungsmannschaft am neuen Transrapid 09. |
Wo anders als in München könnte die Erfolgsgeschichte der Magnetschnellbahn Transrapid ihren Anfang nehmen?
Die Entwicklung der Magnetschwebetechnik geht in Deutschland auf Ideen des Ingenieurs Hermann Kemper zurück, die dieser im Jahr 1935 zum Patent anmeldete.
Erst 1966 wurden die Vorschläge von Kemper wieder aufgegriffen und grundsätzliche Entwicklungen und Versuche zur elektromagnetischen Schwebetechnik in Ottobrunn bei München durchgeführt. Es gelang, einen stabil schwebenden Elektromagneten zu entwickeln, zu bauen und zu erproben.
Aufgrund des positiven Ergebnisses der von der Politik in Auftrag gegebenen Hochleistungs-Schnellbahn-Studie wurde im Jahr 1971 ein erstes Personen tragendes Prinzipfahrzeug entwickelt und auf einer 700 m langen Teststrecke in Ottobrunn in Betrieb genommen.
Somit gilt die Studie als Beginn einer forcierten Magnetschnellbahn-Entwicklung in Deutschland.
1974 nahm die damalige Thyssen Industrie AG Henschel, Kassel, eigene Entwicklungsarbeiten zur Magnetschwebetechnik in ihrem Ingenieurbüro in München auf. Am Promenadeplatz begann in Zusammenarbeit mit der TU Braunschweig die Entwicklung eines zur damaligen Entwicklungslinie der Kurzstatortechnik (Linearmotor im Fahrzeug) alternativen Konzeptes, der so genannten Langstator-Magnetfahrtechnik (Linearmotor im Fahrweg).
1977 wurde durch das damalige Bundesforschungsministerium diese Langstator-Magnetfahrtechnik als zukünftige Hauptentwicklungslinie ausgewählt und damit das heutige Konzept des Transrapidsystems festgelegt.
1984 wurde Thyssen Henschel und seiner Münchener Entwicklungsmannschaft, die sich von einem Mitarbeiter im Jahr 1974 inzwischen zu einem Entwicklungs- und Forschungszentrum mit über 40 Entwicklungsingenieuren vergrößert hatte, vom Bundesforschungsministerium die technische Systemführerschaft bei der Magnetschnellbahn-Entwicklung übertragen. Von 1987 bis 1999 entstanden verschiedene Fahrzeuggenerationen, die auf der im Jahr 1987 fertig gestellten Transrapid-Versuchsanlage Emsland intensiv erprobt und weiterentwickelt wurden.
2001 wurde ein Liefer- und Leistungsvertrag zur Realisierung der ersten kommerziellen Transrapid-Anwendung in Shanghai mit dem chinesischen Auftraggeber abgeschlossen.
Die Einhaltung des anspruchsvollen Terminplanes ist unter anderem der hohen Motivation und Leistungsbereitschaft der Münchener ThyssenKrupp-Entwicklungsmannschaft zu verdanken. Der in 2004 begonnene kommerzielle Betrieb des Flughafenanbinders in Shanghai stellt sich erwartungsgemäß als äußerst zuverlässig und reibungslos dar.
Aktuell werden von ThyssenKrupp in der Moosacher Straße 57 die Transrapid-Konzepte für das Projekt München erarbeitet. Hier ist eine Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof und dem Flughafen im Erdinger Moos in Planung.
Ein mittlerweile im Bau befindliches neues Fahrzeug, der Transrapid 09, wird dabei alle Anforderungen an ein modernes, leistungsfähiges und schnelles Verkehrsmittel erfüllen.
ThyssenKrupp Transrapid GmbH
Managers:
Dr.-Ing. Friedrich Löser
Dipl.-Kaufmann Werner Schulte
Dipl.-Ing. Peter Strodt
Year of Foundation: 1996
Employees:
approx. 200 (Kassel and Munich)
Business Activity:
superspeed maglev technology
Address:
Henschelplatz 1
D-34127 Kassel
Telefon +49 (561) 801-03
Telefax +49 (561) 801-69 07
E-Mail info.transrapid(at)thyssenkrupp.com
Internet www.thyssenkrupp-transrapid.de
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