Mecklenburg-Vorpommern - ein Bundesland im Strukturwandel
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Neue Technologien wie im Bio Technikum Greifswald prägen zunehmend das Bild Mecklenburg- Vorpommerns. |
Es tut sich was in Mecklenburg-Vorpommern. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands wurde in den neuen Bundesländern ein beispielloser Strukturwandel in Gang gesetzt. In kaum einem anderen Teil Europas hat sich eine Region in so kurzer Zeit so umfassend modernisiert wie der östliche Teil Deutschlands. Wenn früher von unserem schönen Land an der Ostseeküste die Rede war, hieß es oft: „Allens bliwwt bi’n Ollen“. Das hat sich geändert – und zwar gründlich. Unser Kommunikationsnetz ist auf dem aktuellsten Stand. Wir haben eine umfangreich erneuerte leistungsstarke Verkehrsinfrastruktur. Gesundheits-, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen sind zum größten Teil entweder neu, erneuert oder verbessert. Was im Wohnungs- und Städtebau geleistet wurde, kann sich mehr als sehen lassen. Mecklenburg-Vorpommern ist heute ein attraktiver Wirtschafts- und Lebensraum zwischen den Metropolen Hamburg und Berlin, im Herzen Europas und mittendrin in einer der interessantesten und chancenreichsten Wachstumsregionen der Welt, dem Ostseeraum.
In unseren klassischen Branchen heute europaweit konkurrenzfähig
Wer sich die wirtschaftliche Lage in Mecklenburg-Vorpommern anschaut, stellt fest: Der Strukturwandel in unserem Land verläuft erfolgreich. Durch konsequente Modernisierung unserer Wirtschaft sind wir heute in vielen Bereichen europaweit konkurrenzfähig. Ein Beispiel ist die Landwirtschaft, einer der traditionell bedeutenden Wirtschaftszweige Mecklenburg-Vorpommerns.
Auf der anderen Seite waren mit der gewaltigen Umstrukturierung tiefgreifende Veränderungen und Einschnitte verbunden, nicht zuletzt der Verlust hunderttausender Arbeitsplätze. So sind beispielsweise in der Landwirtschaft von ehemals rund 168.000 Beschäftigten heute nur noch rund 26.000 verblieben. Doch Umbau und Erneuerung haben unsere Landwirtschaft in Deutschland und Europa wettbewerbsfähig gemacht. Darüber hinaus hat die Ernährungsgüterindustrie unseres Landes umfangreich in moderne Verarbeitungsanlagen und Vermarktungsbetriebe investiert. Mit Erfolg!
Die Unternehmen unserer Ernährungswirtschaft gehören mit ihren zeit- und zukunftsgerechten Konzepten vielfach zu den modernsten in Deutschland und brauchen den nationalen und internationalen Vergleich mit der Konkurrenz nicht zu scheuen. Die Ernährungswirtschaft ist inzwischen unser stärkster Industriezweig und trägt fast 37 % zum Umsatz des Verarbeitenden Gewerbes bei. Das Verarbeitende Gewerbe selbst ist in den letzten Jahren zu einem Wachstumsmotor in Mecklenburg-Vorpommern geworden. Im Jahr 2001 ist die Industrie stärker gewachsen als im Bundesdurchschnitt. Wir setzen deshalb weiter konsequent auf die Stärkung und Entwicklung der industriellen Basis in Mecklenburg-Vorpommern.
Als traditionell bedeutender Wirtschaftssektor in Mecklenburg-Vorpommern spielt dabei der Schiffbau eine wichtige Rolle. Nach umfassender Sanierung und Modernisierung gehören unsere Kompakt-Werften inzwischen zu den produktivsten der Welt und bieten Spitzenleistungen im Spezialschiffbau und in der Offshore-Technik. Für Mecklenburg-Vorpommern werden außerdem maritime Energien wie Offshore-Windfarming-Projekte, maritime Umwelttechnik, marine Biotechnologien immer wichtiger. Durch den weiteren Ausbau der maritimen wissenschaftlich-technischen Infrastruktur hat unser Land die Chance, sich zu einem Kompetenzzentrum auf diesem Feld in Deutschland und darüber hinaus zu entwickeln.
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Die industrielle Produktion wächst in Mecklenburg-Vorpommern schneller als im Bundesdurchschnitt. |
Ein anderer wichtiger Kernbereich unserer maritimen Wirtschaft ist der weitere Ausbau der Seeverkehrs- und Hafenwirtschaft. In die Modernisierung der 16 See- und Binnenhäfen Mecklenburg-Vorpommerns wurde seit 1990 bereits fast 1 Milliarde Mark investiert. Die Vertiefung der Fahrrinnen, der Bau neuer Liege- und Umschlagplätze sowie die technische Ausstattung und Anbindung der Häfen gehörten dazu. Die Investitionen zahlen sich zunehmend aus. Von Wismar bis Wolgast verfügt unser Land über eine Palette leistungsfähiger, den unterschiedlichsten Bedürfnissen angepasster Häfen. Rostock ist inzwischen Deutschlands wachstumsstärkster Universalhafen an der Ostseeküste und einer der wichtigsten Passagierhäfen in Deutschland, ein Zentrum des deutsch-skandinavischen Fährverkehrs.
Eine regelrechte Erfolgsgeschichte hat der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern geschrieben. Seit mehr als zehn Jahren gehört unser Land zu den Tourismusregionen mit den größten Wachstumsraten. Das Engagement für den Ausbau des Urlaubslandes Mecklenburg-Vorpommern hat sich gelohnt. Ob zu Fuß, zu Wasser oder mit dem Rad, ob auf den Spuren der Musik oder auf den Wegen zur Backsteingotik, ob von Schloss zu Schloss oder auf einer Tour durch unsere nostalgischen Seebäder, ob Wellness-, Bade- oder Bildungsurlaub – Mecklenburg-Vorpommern ist eine Entdeckung! Jahr für Jahr freuen wir uns über neue Gäste. Die Tourismuswirtschaft meldet einen Rekord nach dem anderen: Auch im Jahr 2001 war das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern mit 8,3 % mehr Übernachtungen erfolgreich. Damit lagen wir an der Spitze aller deutschen Urlaubsregionen. Mecklenburg-Vorpommern ist darüber hinaus das Bundesland mit der höchsten Tourismusintensität. Das bedeutet: Nirgendwo sonst werden – pro Einwohner gerechnet – so viele Gästeübernachtungen gebucht wie bei uns in Mecklenburg-Vorpommern.
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Die historischen Stadtkerne sind zum großen Teil restauriert worden, unten das Schweriner Schloss, Sitz des Landtages. |
Mecklenburg-Vorpommern auf dem Weg zum Technologieland
Aber nicht nur in unseren klassischen Branchen, der Land- und Ernährungswirtschaft, der Maritimen Wirtschaft und dem Tourismus kommt der Strukturwandel gut voran. Wir sind zudem erfolgreich dabei, Mecklenburg-Vorpommern als modernen Forschungs- und Technologiestandort aufzubauen.
An unseren sechs Universitäten und Hochschulen, die zu den ältesten in Nordeuropa und auf vielen Feldern zu den besten in Deutschland gehören, und im universitären Umfeld verfügen wir über ein dichtes Netz an Wissenschaftsinstituten, Technologie- und Forschungszentren.
Vor allem in der Bio- und Medizintechnologie haben Wissenschaftler und Unternehmer bei uns in Mecklenburg-Vorpommern frühzeitig Chancen gesehen, die anderswo erst heute erkannt werden. Inzwischen arbeiten in dieser Boombranche mehr als 70 Firmen mit rund 1.400 Beschäftigten. Bei der Zahl der Biotech-Unternehmen – auf die Einwohnerzahl umgerechnet – liegen wir innerhalb Deutschlands an zweiter Stelle hinter der Bundeshauptstadt Berlin.
Diese gute Position gilt es in den kommenden Jahren auszubauen. Das BioTechnikum Greifswald, das Biomedizin Technikum Teterow und das Forschungszentrum für Biosystemtechnik und Biomaterialien Rostock-Warnemünde haben sich als erfolgreiche Brutkästen für innovative Gründungen und junge Unternehmen gezeigt. Einige dieser jungen Firmen haben bereits mit zahlreichen Erfindungen international auf sich aufmerksam gemacht. Die Teraklin AG Rostock beispielsweise wurde für ihre künstliche Leber mit dem Deutschen Mittelstandspreis 2000 ausgezeichnet.
Um Mecklenburg-Vorpommern als Biotechnologie-Standort weiter zu stärken, haben wir im vergangenen Jahr das „BioCon-Valley® Mecklenburg-Vorpommern“ gegründet. Die Zusammenarbeit im Verbund des BioCon-Valley® Mecklenburg-Vorpommern führt nicht nur innerhalb des Landes bio- und medizintechnischen Sachverstand mit unternehmerischer Initiative zusammen, sondern auch über die Landesgrenzen hinweg, zum Beispiel durch die Partnerschaft mit Medicon Valley, dem größten Biotechnologie- und Pharmazieverbund Skandinaviens. Außerdem ist Mecklenburg-Vorpommern Mitglied des neuen Life-Science-Verbundes „Scan-Balt“, der den Ostseeraum zu einer der führenden Biotechnologie-Regionen machen soll.
Auch bei anderen wichtigen Innovationen hat Mecklenburg-Vorpommern die Nase vorn. Ein Beispiel: So ist Greifswald dabei, sich zu einem bedeutenden Standort der Plasmaforschung in Deutschland zu entwickeln. Die dort installierte Fusionsforschungsanlage Wendelstein 7-X ist dabei ein Meilenstein für die wissenschaftliche Infrastruktur in Vorpommern und für den Forschungsstandort Mecklenburg-Vorpommern insgesamt.
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Große Fortschritte haben wir auch auf dem Gebiet der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien gemacht. In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten mittlerweile im so genannten „IuK-Bereich“ bald schon so viele Menschen wie in der Landwirtschaft – zum Beispiel in den über 30 Call-Centern im Land, bei Telekommunikationsfirmen oder bei Dienstleistern im IT-Bereich. Zur weiteren Profilierung unseres IT-Standortes sind wir Partnerschaften mit Unternehmen wie der Deutschen Telekom eingegangen. Über Telearbeitsplätze wird es in Zukunft möglich sein, hochqualifizierte Arbeitsplätze aus der Großstadt-Hektik in Urlaubsgebiete zu verlegen. Und dann gilt: In Mecklenburg-Vorpommern können Sie da arbeiten, wo andere Urlaub machen. Nutzen Sie diese Chance!
Für uns in Mecklenburg-Vorpommern ist die Unterstützung des technischen Fortschritts und seiner wirtschaftlichen Umsetzung entscheidend für eine zukunftsorientierte und auf Wachstum ausgerichtete Wirtschaftspolitik.
Investoren finden in Mecklenburg-Vorpommern erstklassige Rahmenbedingungen: ein stabiles unternehmer- und innovationsfreundliches Umfeld – bei uns kämpfen Bürgerinitiativen für und nicht gegen neue Investitionen. Sie finden hochqualifizierte, motivierte Fachkräfte, eine enge Kooperation mit Universitäten und Forschungszentren sowie staatliche Förderprogramme nach Maß. Alles in allem genau das richtige Wachstumsklima für Wissenschaft und Technologie. Hinzu kommt: Wir haben eine leistungsfähige Verwaltung, die für schnelle Genehmigungsverfahren sorgt. Und wir haben, um größere Investitionsvorhaben erfolgreich anzusiedeln, im Rahmen der Frühkoordinierung für Investoren eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet. So ist es uns zum Beispiel gelungen, im Wettlauf mit anderen die Firma Nordex, einen der großen Spezialisten für Windkraftanlagen weltweit, in Mecklenburg-Vorpommern zu binden. In Wismar ist durch österreichische Investoren das größte Holzverarbeitungszentrum Europas entstanden. Der U. S.-Weltmarktführer TRW hat in Mecklenburg-Vorpommern das modernste Airbag-Gasgeneratorenwerk Europas gebaut. Auch große dänische, niederländische oder französische Unternehmen haben die Möglichkeiten in Mecklenburg-Vorpommern bereits erkannt und bei uns neue Niederlassungen gegründet. Solche Beispiele sind die beste Werbung. Doch überzeugen Sie sich selbst!
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Tourismus und Hafenwirtschaft sind traditionelle Branchen des Landes. |
Mecklenburg-Vorpommern ist ein junger aufstrebender Wirtschaftsstandort. Wir haben konkrete Vorstellungen davon, wohin wir in Zukunft wollen. Unser Ziel ist es, als Brücke zwischen West und Ost und als Tor nach Norden zu einem attraktiven Wirtschafts- und Technologiezentrum im Ostseeraum zu werden. Ein Markt mit 150 Mio. Menschen im Radius von 500 Kilometern liegt vor unserer Haustür. Im Ostseeraum finden schon heute gut 6 % des Welthandels statt, und Experten gehen von einer Verdoppelung oder gar Verdreifachung des Handelsvolumens in dieser Region bis zum Jahr 2010 aus. Eine vom schwedischen Wirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Untersuchung prophezeit: Der Ostseeraum wird eine von nur zehn Regionen in der Welt und eine von drei oder vier in Europa sein, die sich zu wirklich „heißen“ Regionen für Investoren entwickeln werden. Wer hier mitspielt, gehört zu den Gewinnern!
Unser Land Mecklenburg-Vorpommern mit seinen guten und traditionellen Beziehungen zu allen Ostseeanrainern ist wie geschaffen als strategische Basis für wirtschaftliche Verbindungen in unser Nachbarland Polen, ins Baltikum und nach Osteuropa. Und wir setzen alles daran, dafür die besten Voraussetzungen zu bieten. Das gilt zum Beispiel für unser Verkehrsnetz zu Wasser, zu Land und in der Luft. Mit 16 modernisierten Häfen und Fährverbindungen nach Schweden, Dänemark, Finnland oder Russland, mit drei Transitautobahnen, darunter Deutschlands größtes Verkehrsprojekt, die 2005 fertig gestellte Ostseeautobahn von Lübeck bis Stettin, mit vier Regionalflughäfen und internationalen Bahnverbindungen sind wir dabei, Mecklenburg-Vorpommern zu einer attraktiven Verkehrsdrehscheibe im Ostseeraum und für Zentraleuropa auszubauen.
Mit der bevorstehenden Osterweiterung der Europäischen Union und der Ausdehnung des freien europäischen Marktes nach Osten wird der Ostseeraum weiter an Bedeutung und Dynamik gewinnen. Mecklenburg-Vorpommern hat alle Chancen, vom starken wirtschaftlichen Wachstum dieser Region zu profitieren. Die Gelegenheit, bei uns ins Boot zu steigen und auf dem Erfolgskurs mitzusegeln, ist günstig. Kommen Sie an Bord! Ich lade Sie herzlich ein: Lernen Sie uns kennen! Denn: Es tut sich was in Mecklenburg-Vorpommern.


















