Innovative, interdisziplinäre Forschung an der Universität Salzburg
Forschung an der Universität Salzburg ist für die Region unabdingbar. Sie dient der gesellschaftlichen Entwicklung und verhilft Salzburg zu internationalem Ansehen.
Veränderte Rahmenbedingungen – innovative Schwerpunktsetzungen
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Die Universität Salzburg war eine der ersten Hochschulen Österreichs, die auf veränderte Bedingungen für die Universitätslandschaft reagierte. Mit gezielten Schwerpunktsetzungen werden Stärken gestärkt und gezielt Synergien vorgenommen. Beispielsweise werden im Schwerpunkt ICT&S (Information and Communication Technolgies and Society) zwei Disziplinen zusammenarbeiten, Computer- und Kommunikationswissenschaften, die in den vergangen Jahren weitgehend autonom gehandelt haben. Jetzt sollen diese zukunftsträchtigen Bereiche gestärkt werden und eine Plattform bilden, die es auch anderen ermöglicht, daran teilhaben zu können. Die leitende Perspektive des ICT&S Schwerpunktes ist die Beschäftigung mit den Auswirkungen der digitalen Technologien, wie beispielsweise dem Internet, auf unsere Gesellschaft. Damit betritt die Universität Salzburg Neuland: Noch nie haben eine naturwissenschaftliche und eine geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplin in Salzburg so eng zusammengearbeitet. Ein gemeinsam eingerichtetes ICT&S-Center übernimmt die Brückenfunktion zwischen Computer- und Kommunikationswissenschaft. Insgesamt wird es vier neue Professuren für diesen Schwerpunkt geben. Das bewirkt eine Dynamik in Forschung und Lehre, die der rasanten Entwicklung des Fachs entspricht. Innovative, interdisziplinäre und teamorientierte Forschung ist das Herzstück des Schwerpunkts ICT&S. Eine internationale Ausrichtung der Forschung ist ebenso selbstverständlich wie eine Einbindung in den Forschungsstandort Salzburg.
Der Schwerpunkt Biowissenschaften und Gesundheit besteht aus drei Bereichen: Allergieforschung, Genomik und Bioinformatik. Jedes dieser Felder ist international tätig und erfolgreich. So wird beispielsweise die Allergieforschung vom FWF als Forschungsschwerpunkt gefördert, zahlreiche EU Projekte und Kooperationen mit der Wirtschaft zeigen, wie wichtig die Universität für die Region Salzburg ist. In der Allergieforschung kann sich Salzburg mit den Leistungen der Weltspitze messen. Viele Erkenntnisse bei der Entwicklung neuer Impfstoffe kommen aus Salzburger Labors.
Ziel der Genomik ist die Erforschung aller Gene, ihrer Funktion und ihr Zusammenwirken. In Salzburg wird an der Kontrolle der Expression von Genen in der Haut gearbeitet. Konkret angewendet werden neue Erkenntnisse über den Mechanismus der Entstehung von Hautkrebs in Kooperation mit der Hautklinik am Salzburger Landeskrankenhaus. Zusammen mit der Universität Linz wird die Anwendung hochempfindlicher Technologien im Rahmen des österreichischen Genomforschungsprojekts GEN-AU betrieben.
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Seit mehr als einem Jahrzehnt gehört das Center of Applied Molecular Engineering (CAME) der Universität Salzburg zu den international führenden Einrichtungen in der Proteinstrukturforschung. Proteine falten sich zu einer komplexen Raumstruktur, die es diesen Molekülen ermöglicht, die Vielzahl der biochemischen Reaktionen und molekularen Prozesse von niedrigen Organismen bis hin zum Menschen durchzuführen. Da jedes Gen die Information für mindestens ein Protein bereitstellt, gibt es im menschlichen Organismus geschätzte 30–40 Tausend Proteine, deren Raumstruktur und -funktion erforscht werden muss. Dabei kommen viele Methoden zum Einsatz, die am CAME entwickelt wurden.
Menschen in aller Welt verbinden mit dem Stichwort Salzburg Musik und Kultur. Ein Standort, der so stark der Kunst verpflichtet ist, braucht einen Schwerpunkt Wissenschaft und Kunst. Die Universität Salzburg legt traditionell ein starkes Gewicht auf Kunst und Kultur: Von der Literatur- und Sprachwissenschaft über Pädagogik und Kunstgeschichte bis hin zur Musikwissenschaft gibt es an ihrer größten Einrichtung, der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, herausragende Kompetenzfelder. Diese werden durch die noch engere Kooperation mit dem Mozarteum im Rahmen des Schwerpunkts gestärkt.
Wie wirkt sich die Musik auf das Schmerzempfinden aus? Dies ist eine typische Fragestellung, die Kompetenzen von ExpertInnen beider Universitäten fordert. Dieses musiktherapeutische Forschungsprojekt ist nur ein Beispiel für die vielen Berührungspunkte zwischen der Universität Salzburg und der Kunstuniversität Mozarteum. Nun wird es für dieses gemeinsame Tun eine klare Struktur geben. Im Rahmen des Schwerpunkts sollen die Anknüpfungsmöglichkeiten gezielt gefördert und institutionalisiert werden.
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Wettbewerbsrecht, Arbeits- und Sozialrecht, Unternehmenskommunikation, Wirtschaftsgeschichte, Wissensmanagement: Viele Forschungsbereiche an der Universität Salzburg haben einen starken Bezug zur Wirtschaft. Diese vielfältigen Kompetenzen bündelt der Schwerpunkt Recht, Wirtschaft und Arbeitswelt. Die hohe wirtschaftsrechtliche Kompetenz der juridischen Fakultät ist tragende Säule des Schwerpunkts. Salzburger WissenschafterInnen gehören zu den führenden ExpertInnen in Sachen Wirtschaftsrecht. Rund um Bereiche, die an der juridischen Fakultät angesiedelt sind, gruppieren sich Angebote anderer Fakultäten. Der Schwerpunkt liefert gezielt Expertenwissen für die Wirtschaft.
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Den Schwerpunkt im Schwerpunkt bilden wirtschaftsrechtliche Forschungsprojekte an der juridischen Fakultät: Sie befassen sich mit Unternehmensrecht, Konzernrecht, Wettbewerbsrecht, Bank- und Versicherungsrecht, öffentlichem Wirtschaftsrecht oder Arbeits- und Sozialrecht. Andere Fakultäten bringen Themenbereiche wie Versicherungsmathematik, Unternehmenskommunikation, Wirtschaftsgeographie, Wirtschaftspolitik, Wirtschaftspsychologie und Ethik ein. Das neue Schwerpunktzentrum koordiniert die universitäre Forschung in diesen Bereichen und ist Ansprechpartner für die Wirtschaft.
Im Einklang mit der Region und Europa
Die Universität Salzburg liegt mit der Entscheidung, Schwerpunkte zu bilden, durchaus nicht nur im regional-nationalen sondern im gesamteuropäischen Trend. Das Wissenschaftsleitbild des Landes Salzburg empfiehlt ausdrücklich eine Stärkung auch der oben genannten Bereiche. Die Zusammenarbeit zwischen den einschlägigen Abteilungen der Salzburger Landesregierung hat sich in den letzten Monaten immer weiter verbessert.
Aber auch einzelne Bereiche des sechsten EU-Rahmenprogramms für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration decken sich weitgehend mit der Schwerpunktsetzung der Universität Salzburg.
Der ICTS Schwerpunkt findet sich in zwei thematischen Subprogrammen wieder. So fördert das Programm zu den Technologien der Informationsgesellschaft Projekte in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien, während sich ein weiteres Schwerpunktprogramm speziell mit den sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen der neuen Medien und der Entwicklung der Wissensgesellschaft beschäftigt.
Die EU-Programme Biowissenschaften, Genomik und Biotechnologien im Dienste der Gesundheit, Lebensmittelqualität und -sicherheit sowie nachhaltige Entwicklungen, globale Veränderungen und Ökosysteme wiederum bieten eine Vielzahl an Forschungs- und Fördermöglichkeiten auf internationaler Ebene für den Universitäts-Schwerpunkt Biowissenschaften und Gesundheit. Die Multidisziplinarität, wie sie vom Schwerpunkt ICTS bzw. dem Schwerpunkt Biowissenschaften und Gesundheit formuliert wird, gilt für europäische Forschung als Voraussetzung für ein erfolgreiches EU-Projekt.
Profilbildung und Qualitätssicherung
Profilbildung und Qualitätssicherung bilden die großen Herausforderungen für die Universität (Salzburg) der Zukunft. Als Ausgangspunkt und Entscheidungsgrundlage für die bevorstehenden strategischen Maßnahmen wurden umfangreiche Evaluationen durch externe, internationale Gutachtergruppen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen die Stärken und Schwächen in den Bereichen Forschung, Lehre, Lehrplangestaltung und Qualifikation der Absolventen kritisch auf und geben Empfehlungen für die zukünftige Ausrichtung.
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Inhalte zu diesem Artikel wurden zum Teil aus den Broschüren „Die Paris Lodron Universität Salzburg“ sowie „Universität Salzburg – Die neuen Schwerpunkte“ entnommen. Beide sind bei
Frau Gabriele Pfeifer,
Kapitelgasse 4-6, 5020 erhältlich
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Linkbox: Die Universität Salzburg: www.sbg.ac.at Katholisch-Theologische Fakultät: www.sbg.ac.at/theofak Rechtswissenschaftliche Fakultät: www.sbg.ac.at/jus/home.htm Geisteswissenschaftliche Fakultät: www.sbg.ac.at/gewi/home.htm Naturwissenschaftliche Fakultät: www.sbg.ac.at/nawi/home.htm Die Schwerpunkte der Universität Salzburg: www.sbg.ac.at/organisation/senat/sonstige/schwerpunkte.htm Abteilung für Forschungsförderung der Universität: www.sbg.ac.at/aff Forschungsdokumentation der Universität Salzburg: www.uni-online.sbg.ac.at/fodok/uso_navigate.search Büro für Außenbeziehungen: www.sbg.ac.at/bfa Das Wissenschaftsmagazin Salzburgs – NOEO: www.noeo.at |
(E-mail: Gabriele.pfeifer@sbg.ac.at,





















