Günter Scholz

Der Autor, 1961 in Trostberg geboren, studierte Elektrotechnik und Wirtschaftsingeneurwesen an der FH München. 1995 übernahm er die Geschäftsführung der vhs-Traunstein und baute den Bereich berufliche Bildung/EDV auf.

Qualifizierte berufliche Aus- und Weiterbildung für die Unternehmen



Auf Praxisorientierung wird in den berufsausbildenden Schulen der Europa-Region Salzburg großer Wert gelegt.

Im Bereich der Lehrlingsausbildung sichert ein Netzwerk an staatlichen und privaten Berufs- und Berufsfachschulen die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte für Unternehmen in der Region ab. So besuchten im Jahr 2004 z. B. rund 6.000 Schüler die öffentlichen Berufs- und Berufsfachschulen in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land. Etwa 1.200 Schüler absolvierten in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer bzw. der Handwerkskammer die Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Im Land Salzburg besuchen im Rahmen der dualen Ausbildung jährlich etwa 10.000 Jugendliche die Landesberufsschulen. Immer öfter findet inzwischen ein grenzüberschreitender Schulbesuch statt, da auch über die Grenze hinweg Lehrstellen vermittelt und besetzt werden.

Traunstein mit seinen drei staatlichen Berufs- und Berufsfachschulen ist dabei eines der Zentren beruflicher Ausbildung in der EuRegio:

Die Berufsschule I, mit gewerblich-technischer Ausrichtung, bietet die Berufsfelder Elektrotechnik/IT-Berufe, Ernährung/Gastronomie, Farbe-Raum, Holztechnik, Bautechnik und Metalltechnik. Angegliedert sind einjährige Berufsfachschulen für gastgewerbliche Berufe, für IT-Berufe und für Bautechnik.

In der Berufsschule II werden die Schüler zu Büro-, Bank-, Industrie-, Einzel- und Großhandelskaufleuten ausgebildet. Weitere Schwerpunkte liegen im Bereich Gesundheitswesen und Verwaltung.

Der Berufsschule III mit den Fachbereichen Gartenbau, Floristik und Landwirtschaft ist eine Berufsfachschule für Hauswirtschaft und Kinderpflege angegliedert.

Im Berchtesgadener Land ist die Berufsschule in Freilassing mit den Fachbereichen Bau-, Holz-, Farb- und Metalltechnik sowie den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung und Körperpflege ein weiteres wichtiges Zentrum in der beruflichen Ausbildung. Angegliedert ist dort auch eine einjährige Berufsfachschule für gastgewerbliche Berufe.

Das Land Salzburg weist eine Fülle von Berufsschulen auf, von denen alleine sechs in der Landeshauptstadt Salzburg angesiedelt sind:

Die Landesberufsschule 1 bildet in kraftfahrzeug-technischen Lehrberufen wie Kraftfahrzeugtechnik und -elektrik, Karosseriebautechnik oder Landmaschinen- und Baumaschinentechnik aus.

Schwerpunkt der Landesberufsschule 2 sind die Berufe des Friseurs und des Perückenmachers (Stylist).

Jugendliche, die die Landesberufsschule 3 besuchen, können dort ihre Ausbildung für Grafische Berufe (Medientechniker, Mediendesigner, Druckvorstufentechniker, Drucker/Flachdrucker, Siebdrucker), Nahrungsmittelberufe (Bäcker, Fleischer, Konditor) oder Gesundheitsberufe (Kosmetiker, Masseur, Fußpfleger) durchlaufen, ebenso aber auch für die Berufe des Fitnessbetreuers und Kleidermachers.

In der Landesberufsschule 4 werden die Jugendlichen für die Berufe in der Elektro- und EDV-Technik ausgebildet. Berufsbilder dort sind etwa EDV-Technik, Kommunikationstechnik oder Mechatronik.

Die Landesberufsschule 5 hat sich den wirtschaftsorientierten Berufsbildern Einzelhandelskaufmann/-frau und Großhandelskaufmann/-frau verschrieben.

Das Angebot der Landesberufsschule 6 umfasst verschiedene Berufsbilder wie etwa Bürokaufmann/ -frau, Industriekaufmann/-frau, Fotokaufmann/ -frau oder Drogist/-in.

 




Immer wichtigerer Partner auch für bayerische Unternehmen – die Höheren Technischen Lehranstalten im Bundesland Salzburg, hier Besuch bei der HTL in der Stadt Salzburg.

Neben den Berufsschulen in der Stadt Salzburg finden sich auch in anderen zentralen Orten des Landes wichtige berufliche Bildungseinrichtungen. Die Landesberufsschule Hallein bildet in einer Fülle von technikorientierten Berufen aus (z. B. Schlosser, Werkzeugmechaniker, Maschinenbautechniker, Chirurgieinstrumentenerzeuger, Spengler oder Sanitär- und Klimatechniker), während die Landesberufsschule Kuchl mit den Berufsbildern Tischler/in oder Holz- und Sägetechniker/in sehr holzorientiert ist. Die Landesberufsschulen Obertrum (gastgewerbliche Berufe), St. Johann im Pongau (Büro- und Versicherungskaufleute, Einzelhandel, Pharmazeutisch-Kaufmännische Assistenz), Tamsweg (u.a. Einzel- und Großhandel, Immobilienkaufmann/-frau, Verwaltungsassistent/-in, Kanzleiassistent/-in für Rechtsanwaltskanzlei und Notariat, Büro- und EDV-Kaufleute), Wals (insbesondere Bau- und bautechnische Berufe, Zimmerei, Stuckateur/-in sowie derzeit als Schulversuch Tiefbauer/-in und Straßenerhaltungsfachleute) und Zell am See (Bank-, Büro-, Einzelhandels- und Großhandelskaufleute) vervollständigen das dezentrale Angebot. Hinzu kommt noch die Berufsschule für Gartenbau in Klessheim.

 




In grenzüberschreitenden Wettbewerben messen bayerische und Salzburger Kfz-Lehrlinge ihr Können bei der jährlichen EuRegio-Berufsinformationsmesse.

Die Staatlichen Berufsschulen I und II in Traunstein bilden das IT-Kompetenzzentrum für die duale Berufsausbildung in Süd-Ost-Bayern. Während an der Berufsschule II IT-System- und Informatikkaufleute in den Jahrgangsstufen 10 bis 12 ausgebildet werden, findet an der Berufsschule I die Ausbildung zum/zur IT-Systemelektroniker/-in und zum /zur Fachinformatiker/-in der beiden Fachrichtungen Anwendungsentwicklung und Systemintegration in den Jahrgangsstufen 10 bis 12 statt. Zusätzlich wurde im Schuljahr 2001/2002 der Berufsschule I eine einjährige Berufsfachschule für IT-Berufe angegliedert. Seit dem Schuljahr 2001/2002 besteht an der Berufsschule I darüber hinaus eine lokale CISCO-Akademie. Zur gleichen Zeit wurde an der Berufsschule II eine Microsoft-Akademie gegründet.

Weitere berufsbildende Schulen

Neben den Berufsschulen gibt es noch eine Reihe weiterer privater und staatlicher beruflicher Bildungseinrichtungen in der Europa-Region Salzburg, die zum Teil spezialisierte berufliche Ausbildungsrichtungen anbieten. Dazu gehören Einrichtungen wie

• die Schnitzschule in Berchtesgaden

• die Fachschule für Altenpflege in Bischofswiesen/Strub

• die Steigenberger Hotelberufsfachschule in Bad Reichenhall

• die private Wirtschaftsschule Dr. Kalscheuer mit Berufsfachschule für kfm. Assistenten in Traunstein

• die private Berufsschule Jugendsiedlung in Traunreut

• die Chiemsee-Schule Zimmermann als Berufsfachschule für Physiotherapie in Traunstein

 




Firmen präsentieren StudienabsolventInnen Berufsmöglichkeiten für Akademiker beim 1. Karrierestartforum an der Universität Salzburg.

• die Höheren Technischen Lehranstalten (HTL) für eine Fülle technischer, gewerblicher und kunstgewerblicher Berufe in Salzburg, Hallein, Kuchl und Saalfelden. Die HTL Hallein bietet darüber hinaus Kollegs für Ökodesign-ökologische Produktentwicklung, Hochbau/Bautechnik mit Schwerpunkt Holzbau und Wirtschaftsingenieurwesen für Berufstätige (Abendschule). Die HTL Salzburg hat ein Kolleg für Fotografie und audiovisuelle Medien sowie eine Abendschule für Berufstätige in Elektrotechnik (Informationstechnik) und Maschineningenieurwesen (Maschinen- und Anlagentechnik) eingerichtet.

• die Höhere Lehranstalt für Mode in Hallein und die Fachschule für Mode in Salzburg und Hallein

• die staatlichen Handelsakademien und Handelsschulen in Salzburg, Hallein, Neumarkt am Wallersee, Oberndorf, St. Johann im Pongau, Tamsweg und Zell am See, an denen die Jugendlichen mit der Reife- und Diplomprüfung bzw. der Abschlussprüfung zahlreiche Gewerbeberechtigungen und kaufmännische Lehrabschlüsse erwerben können. Zahlreiche sprachorientierte Zusatzqualifikationen sind über externe Prüfungen möglich

• die private Handelsakademie und Handelsschule für Berufstätige der Kammer für Arbeiter und Angestellte in Salzburg mit starker Management- und EDV-/Kommunikationsausrichtung

• die Salzburger Tourismusschulen mit einer international viel beachteten Qualifikation in allen Bereichen des Tourismus und vielen Schwerpunkten wie Hotel- und Gesundheitsmanagement, Fremdsprachen, Sommelier oder IT für Tourismus

• die Lehranstalten für wirtschaftliche und gewerbliche Berufe

• die landwirtschaftlichen Schul- und Ausbildungsstätten (Berufs- und Fachschulen) in Klessheim, Ursprung bei Elixhausen (einzige Lehranstalt in Österreich für Landwirtschaft und Umwelttechnik), Traunstein und Laufen.

Universitäten und Fachhochschulen Salzburg

Die Universitäten und Fachhochschulen in Salzburg sind ein wichtiger Standortfaktor für die Europa-Region. Die Universität Salzburg (www.sbg.ac.at) bietet zahlreiche Studien an; Schwerpunkte sind dabei „Biowissenschaften und Gesundheit“, „Information and Communication“, „Technology and Society“, „Wirtschafts- und Arbeitwelt“ sowie „Wissenschaft und Kunst“.

Die ebenfalls staatliche Universität Mozarteum (www.moz.ac.at) bildet seit mehr als 160 Jahren MusikerInnen aus und ist weltbekannt.

 


 

Die erst im Jahr 2003 gegründete medizinische Privatuniversität PARACELSUS (www.pmu.ac.at) bietet neben dem Studium der Humanmedizin auch ein Postgraduate-Studium für molekulare Medizin an. Wichtig ist es der Universität, in Zusammenarbeit mit Salzburger und bayerischen Krankenhäusern Ärzte aus der Region für die Region auszubilden.

Im Land Salzburg gibt es daneben Fachhochschul-Studiengänge (www.fh-sbg.ac.at) mit drei unterschiedlichen Ausrichtungen. Telekommunikationstechnik und -systeme, MultiMediaArt, Betriebswirtschaft und Informationsmanagement, Digitales Fernsehen sowie Entwicklung und Management touristischer Angebote werden im TechnoZ-Salzburg gelehrt. Im Herbst 2005 werden die Studierenden, Lehrenden, Forscher und Verwaltungsangestellten dieser fünf Studiengänge aber aus der Stadt Salzburg in die Campus Fachhochschule Salzburg-Urstein (Gemeinde Puch) übersiedeln. Holztechnik und Holzwirtschaft, Design und Produktmanagement sowie Baugestaltung (Holz) werden in Kuchl unterrichtet. Weiters kann das Fachhochschul-Diplomstudium für Sozialarbeit in Salzburg absolviert werden.

Lebenslanges Lernen – mehr Chancen durch berufliche Weiterbildung

Die Versorgung mit dem Rohstoff „Bildung“ ist auch nach der Ausbildung gesichert. Eine Vielzahl an privaten und über Verbände und Kammern organisierten Trägern bieten berufliche Zusatzqualifizierung und Weiterbildung auf hohem Niveau an. Das sichert Wettbewerbsvorteile für Unternehmen und Arbeitsplätze in der Region.

 




Traumhafte Lage mitten im See – das vom Bezirk Oberbayern getragene Bildungszentrum Kloster Seeon.

Das Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer für München und Oberbayern nahm 1983 seinen Betrieb in Traunstein auf und bildet mit sieben weiteren Bildungszentren ein Netzwerk in München und Oberbayern. Die überbetriebliche Ausbildung von Lehrlingen aus Handwerksbetrieben ist nach wie vor einer der Tätigkeitsschwerpunkte des Bildungszentrums. Im Mittelpunkt steht dabei die Meisterqualifizierung. Ein erfolgreicher Abschluss ermöglicht es dem Absolventen einen Handwerksbetrieb selbstständig zu führen. Ein breites Spektrum an Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen richtet sich aber auch an Teilnehmer anderer Berufsgruppen und Wirtschaftsbereiche. Inhaltlich erstrecken sich diese Maßnahmen im wesentlichen auf die Felder kaufmännische und betriebswirtschaftliche Fortbildung, Unternehmensführung, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie technische und technologische Fortbildung. Die meisten Lehrgänge schließen mit einer öffentlich-rechtlichen Prüfung ab. Das zertifizierte Qualitätsmanagementsystem des Bildungszentrums garantiert dabei ein hohes Qualitätsniveau in der Kursgestaltung und -umsetzung.

 




Computerorientierte Weiterbildung ist wesentlicher Bestandteil des Angebotes der Volkshochschulen in der Europa-Region Salzburg.

Die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) sind einer der größten und erfolgreichsten Bildungsträger in Deutschland. Zentrale gesellschaftliche Aufgabe ist, Menschen beim Eintritt in die Arbeitswelt zu unterstützen sowie den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern. Dazu bietet das bfz mehr als 1.000 Lehrgangs- und Seminarkonzepte für nahezu jeden individuellen Bedarf. Die Verbindung von sozialem Engagement mit wirtschaftlichem Denken und Handeln bei der Lösung gesellschaftlicher Probleme zeichnet das Unternehmen besonders aus. Hauptstandort in der Europa-Region Salzburg ist Traunstein mit Außenstellen in Traunreut und Freilassing. 1999 wurde eine Zweigniederlassung in Salzburg eröffnet.

Die IHK-Akademie München Westerham als Weiterbildungseinrichtung der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern ist mit ihren Weiterbildungsangeboten auch im Landkreis Traunstein vertreten. In Kooperation mit der Volkshochschule Traunreut bietet sie u.a. den Abschluss als IHK-Fachkraft Personalwesen oder Rechnungswesen an. Die starke Praxisorientierung ermöglicht es den Teilnehmern ihr Können unmittelbar im beruflichen Tagesgeschäft einzubringen. Dadurch ist der Abschluss der Praxistrainings mit IHK-Zertifikat bei den Unternehmen der Region sehr anerkannt. Weiterhin sind in Zukunft in der Region schwerpunktmäßig Trainingsangebote im Bereich Tourismus geplant.

 


 

Das Kultur- und Bildungszentrum Kloster Seeon ist seit der Gründung stets Ort geistiger Auseinandersetzung, eine wichtige Bildungseinrichtung, ein Ort kultureller Aktivitäten und auch ein wirtschaftlicher Faktor im Chiemgau gewesen. Heute werden Bildungsveranstaltungen im weitesten Sinne konzipiert und durchgeführt, sei es für das Personal des Trägers, das Bildungswerk des Verbandes der Bayerischen Bezirke, für öffentliche Institutionen oder auch für die Privatwirtschaft.

Die Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) in Laufen ist eine staatlich getragene Bildungs- und Forschungseinrichtung. Jährlich vermittelt die ANL in weit über 100 Veranstaltungen vorrangig neueste Erkenntnisse aus den Bereichen Naturschutz, Landschaftspflege und Ökologie. Dies geschieht in Form von Naturschutz- und Speziallehrgängen, Praktika und Fachtagungen sowie Sonderveranstaltungen und Exkursionen.

Wissen und mehr – Erwachsenenbildung

Die Europa-Region Salzburg zeichnet sich durch ein breites und auch in der Fläche stark vertretenes Angebot in der Erwachsenenbildung aus. Neben der allgemeinen Erwachsenenbildung mit Schwerpunkten wie Lebensorientierung, Persönlichkeitsentwicklung, Selbsterfahrung, Kommunikation, gesellschaftlich-soziales Engagement, Partnerschaft, Erziehung, Gemeindeentwicklung, politische und soziale Bildung sowie dem zweiten Bildungsweg (Nachholen des Hauptschulabschlusses, Berufsreifeprüfung und Studienberechtigungsprüfung) bieten die Einrichtungen der beruflichen Erwachsenenbildung zahlreiche Möglichkeiten von Aus- und Weiterbildung. Rasch wird auf den Bedarf von Arbeitsmarkt und Wirtschaft reagiert und entsprechende Kurse und Lehrgänge bis hin zu Lehrgängen mit universitärem Charakter entwickelt und angeboten.

Im Bereich der Erwachsenenbildung sind die Volkshochschulen ein wichtiger Akteur und teilnehmerstärkster Anbieter in der Region. Sie sind nicht nur Stätten der Wissensvermittlung und Kompetenzentwicklung. Sie sind auch Orte der Kommunikation, der Sozialisation und der Integration. Neben Angeboten im kulturellen Bereich und zur aktiven Freizeitgestaltung gibt es eine Vielzahl von Angeboten für die beruflich motivierten Teilnehmer. EDV-Kurse, wie der Europäische Computerpass XPERT oder Computerführerschein ECDL Advanced, hochwertige kaufmännische Qualifizierungen, wie die XPERT-Businessgeprüfte Fachkraft, Finanzbuchhalter/in, Kommunikationstrainings und Sprachkurse (Business-English, Cambridge Certificate) sind im Angebotsspektrum der Volkshochschulen enthalten. Allein im Sprachbereich bietet z. B. die Volkshochschule Traunstein 140 Sprachkurse in 17 Sprachen auf unterschiedlichen Niveaustufen an. U. a. werden auch für Firmen maßgeschneiderte Trainings entwickelt. Ein flächendeckendes Netz an vhs-Standorten garantiert kurze Wege zur nächsten Weiterbildungsmöglichkeit. Die Qualitätssicherung, z. B. nach den Richtlinien des EFQM, sichert dabei ein standortunabhängiges und durchgängiges Kursniveau in allen Bereichen der beruflichen Weiterbildung auf bayerischer wie auf Salzburger Seite.

In Salzburg fasst die Arbeitsgemeinschaft Salzburger Erwachsenenbildung (http://erwachsenenbildung.salzburg.at./arbeitsgemeinschaft) neben dem Öffentlichen Bibliothekswesen viele Einrichtungen der allgemeinen Weiterbildung wie das Abendgymnasium Salzburg, das Bildungszentrum St. Virgil Salzburg oder das Salzburger Bildungswerk sowie der beruflichen Weiterbildung wie das Berufsförderungsinstitut der Kammer für Arbeiter und Angestellte, das ländliche Fortbildungsinstitut Salzburg der Landwirtschaftskammer oder das Wirtschaftsförderungsinstitut der Wirtschaftskammer Salzburg zusammen. Die Arbeitsgemeinschaft pflegt über die EuRegio eine intensive Zusammenarbeit mit den bayerischen Partnern. Neben gemeinsam abgehaltenen Kongressen und gemeinsam durchgeführten Studien ist insbesondere die EU-geförderte Realisierung der EuRegio-Weiterbildungsdatenbank im Internet (www.weiterbildung.salzburg.at) ein wichtiger Meilenstein gewesen. Dort kann das reichhaltige Angebot im Land Salzburg und den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein in der Weiterbildungsdatenbank eingegeben und von der Bevölkerung grenzüberschreitend eingesehen und genutzt werden.

 


Förderung von Berufsrückkehrerinnen

Gerade nach der Familienpause kann der berufliche Wiedereinstieg aufgrund des rasanten technologischen Wandels schwer fallen, und für die Firmen ist es oft nicht leicht, qualifizierte Kräfte im Teilzeitbereich zu finden.

Im Auftrag der Agentur für Arbeit Traunstein führen die Volkshochschulen Traunstein und Trostberg in den Standorten Traunstein, Trostberg, Fridolfing und Bad Reichenhall regelmäßig Trainingsmaßnahmen zur Wiedereingliederung von Berufsrückkehrerinnen in den ersten Arbeitsmarkt durch. Die Teilnehmerinnen werden dabei für aktuelle Anforderungen im Bereich moderner Büroorganisation und -kommunikation fit gemacht. Unternehmen in der Region haben die Chance die Qualifikation und Eignung neuer Mitarbeiterinnen im Rahmen eines innerbetrieblichen Praktikums kennen zu lernen. Einen ähnlichen Weg geht das Arbeitsmarktservice Salzburg, das Kurse für Wiedereinsteigerinnen und Umschulungsmaßnahmen fördert. So wurden im Rahmen von AMS-Maßnahmen im Jahr 2003 574 und 2004 670 Qualifizierungen durchgeführt. Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die Qualifizierungen von Frauen in technischen Berufen (z. B. Lackierinnnenausbildung). Mit dem sogenannten Qualifizierungsscheck hat das Land Salzburg ein gern angenommenes Anreiz- und Fördersystem für Weiterbildungswillige (Subjektförderung) geschaffen. Ergänzt werden diese Initiativen idealerweise durch den Salzburger Verein Frau & Arbeit, der sich, auch in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderungsgesellschaften der beiden Landkreise Berchtesgadener Land und Traunstein, grenzüberschreitend für die Wiedereingliederung von Frauen in den Arbeitsmarkt, insbesondere auch als selbstständige Unternehmerin in neuen Dienstleistungsbereichen, einsetzt.

 

 

 


Unternehmensbeiträge:

Der Top-Bildungsanbieter in ganz Deutschland
Provadis: Wegbereiter für Unternehmerischen Erfolg
Weiterbildungsakademie Sachsen GmbH
Für gute Chancen auf dem europäischen Arbeitsmarkt

Autorenbeiträge:

Praxisorientierter Nachwuchs für die Wirtschaft
Hanau – viel mehr als ein moderner Industriestandort
Berufliche Schulen – Bildung fürs Leben, Ausbildung für den Beruf
Ein Landkreis rüstet sich für den globalen Wettbewerb
Bildungslandkreis Dachau: beste Voraus­setzungen für lebenslanges Lernen