Dr. Klaus Puchta

Der 1954 in Artern (Thüringen) geborene Autor studierte Technische Kybernetik und Automatisierungstechnik an der Technischen Hochschule Ilmenau mit dem Abschluss als Diplomingenieur, 1985 folgte die Promotion Dr.-Ing. an der Technischen Hochschule Magdeburg, wo er von 1978 bis 1990 als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. 1984 bis 1988 absolvierte Klaus Puchta an der Akademie für Ärztliche Fortbildung Berlin ein postgraduales Studium mit dem Abschluss Fachingenieur der Medizin. 1990 wurde er persönlicher Referent des Magdeburger Oberbürgermeisters, 1998 Leiter der Stabsstelle Wirtschaft der Landeshauptstadt Magdeburg. Seit Januar 2002 ist Dr. Klaus Puchta dort Beigeordneter für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit.

Gründerzentren für den erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit

Innovation- und Forschung sind Themen, die am Standort Magdeburg eine lange Tradition haben. Magdeburgs berühmtester Sohn Otto-von-Guericke steht als erstes Beispiel einer langen Liste von innovativen Denkern, Erfindern und Unternehmen, die in Magdeburg in seiner langen Geschichte wirkten. Diese Tradition setzen wir am Wirtschaftsstandort Magdeburg fort.

 




Hirnforschung am Zenit Magdeburg.

Nach der politischen Wende 1989 hat sich Magdeburg zu einem überregional bedeutenden Gründerzentrum gemausert. Gleich fünf Innovations- und Gründerzentren haben sich in Magdeburg etabliert und bieten jungen und innovativen Unternehmen beste Startbedingungen. Die Magdeburger Gründerzentren orientieren sich dabei stark an den vor Ort bestehenden Wirtschaftsschwerpunkten. Bekannt ist Magdeburg dabei seit langem für Innovationen und höchste Qualität im Maschinen- und Anlagenbau. Die industrielle Tradition sowie die vor Ort vorhandenen Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen der Hochschulen unterstützen diese Tendenzen dabei maßgeblich. Die Landeshauptstadt selbst engagiert sich im Bereich der Gründerförderung durch die direkte und indirekte Beteiligung an den Innovations- und Gründerzentren.

Als ältestes der Magdeburger Gründerzentren demonstriert das IGZ Magdeburg, wie Synergien durch die räumliche Ballung von jungen Unternehmen an einem zweckmäßig eingerichteten Objekt entstehen können. Die Anstrengungen richten sich darauf, Technologiefelder unter Nutzung des kreativen Potenzials der Region zu erschließen, um damit Unternehmensnetzwerke und Unternehmens-

 




innovativer Windenergieanlagenabau in Magdeburg.

gründungen zu initiieren. Das heißt auch, bereits vorhandene einzelbetriebliche Ressourcen durch kooperative Quellen zu ergänzen, um komplexe Kompetenz zu schaffen, die national und international Beachtung findet. In diesem Zusammenhang wurde unter tatkräftiger Hilfe des IGZ Magdeburg das PIZ Rota gegründet. Das Produktinnovationszentrum stellt den lokalen Unternehmen Maschinen und Anlagen zur Verfügung, die für die Einzelunternehmen in der Regel zu teuer sind oder deren Anschaffung in der Produkteinführungsphase zu viele Risiken bergen würde. Unternehmen können dann Maschinenstunden nach Bedarf buchen.

Eine ganz ähnliche Zielstellung verfolgt die experimentelle Fabrik (ExFa) in Magdeburg. In direkter Nachbarschaft zum Campus der Otto-von-Guericke-Universität bietet die ExFa jungen Unternehmen Räumlichkeiten und Maschinenkapazitäten an. Die Technik ist speziell auf den innovativen Maschinen- und Anlagenbau ausgerichtet. Viele Absolventen und Dozenten des Fachbereichs Maschinenbau haben sich in der experimentellen Fabrik etabliert und entwickeln hier Prototypen und Kleinserienprodukte. Die Nähe zum Fraunhofer- und Max-Planck-Institut sorgt dafür, dass wissenschaftlicher Rat nie weit entfernt ist.

Auch die Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) betreibt ein eigenes Gründerzentrum. Das Forschungs- und Entwicklungszentrum Magdeburg bietet nicht nur Studenten und Absolventen der FH günstige Räumlichkeiten mit wissenschaftlicher Unterstützung an. Schwerpunkte des Zentrums liegen insbesondere im Bereich innovativer Dienstleistungen.

Medizintechnik und Hirnforschung sind wesentliche Elemente der Forschungsarbeit an der medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität. Für solche Unternehmen wurde das ZENIT, Zentrum für Neurowissenschaftliche Innovation und Technologie geschaffen. Synergien sind durch die Nähe zur medizinischen Fakultät sowie durch die Ballung gleichartiger Firmen gegeben. Im Jahr 2005 startet der Bau der zweiten Stufe des Zenit, da die räumlichen Kapazitäten des Zentrums zwischenzeitlich erschöpft waren. Bis Ende 2006 wird neuer Raum für ansiedlungswillige Unternehmen geschaffen.

Die Bedeutung des Handwerks für die Wirtschaft der Stadt dokumentiert sich im Gründer- und Technologietransferzentrum Handwerk. Im GTZH sind die Aufgaben eines handwerksorientierten Bildungs- und Qualifizierungszentrums, der Existenzgründerberatung, der Vermietung eines vielfältigen Angebots an Flächen, Fördermittelberatung sowie die Verbreitung und Übernahme neuer Technologien in die Bereiche des Mittelstandes vereinigt.

 




Hörsaal an der Otto-von-Guericke Universität.

Neben den Gründerzentren bietet die Landeshauptstadt spezielle Beratungsdienstleistungen für Gründungswillige an. Der Ego-Pilot der Landeshauptstadt dient als erste Anlaufstelle und Lotse in der Gründungsphase, er unterstützt mit Rat und Tat, vermittelt Kontakte und sorgt dafür, dass gute Gründungsideen nicht an mangelnden Finanzierungen scheitern. Mit diesem weiten Spektrum an Angeboten bietet Magdeburg interessierten Gründern beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit. Die Wirtschaftsförderung der Stadt unterstützt Sie dabei gerne


Unternehmensbeiträge:

Der Transrapid – eine Erfolgsgeschichte kommt nach München zurück
Anlagenbau - von der Idee bis zur Realisation
WashTec AG – Autowäsche weit voraus
u E: automatisieren, verketten und einstellen
TAKRAF – Innovation aus Tradition

Autorenbeiträge:

Region für die Zukunft gut gerüstet
Energieeffiziente Produktionals Wettbewerbsfaktor
Hier stimmt die Mischung – Ideale Verhältnisse für Metall und Elektro
Erneuerbare Energien – Forschen und Entwickeln für die Umwelt
Innovationen brauchen Forschergeist und Unternehmermut