Hans-Ludwig Grüschow

Der Autor bekleidet seit dem 1. Januar 1997 die Position des Vorsitzenden des Vorstands der Stiftung Deutsche Sporthilfe, deren Kuratoriumsmitglied er seit 1990 ist. Als langjähriger Geschäftsführer, später Vorsitzender des Vorstandes, führte der 1935 in Hamburg geborene Unternehmer Grüschow den Energiespezialisten Techem 1999 erfolgreich an die Börse, mittlerweile im M-Dax notiert. Nach Studium und Ausbildung zum Textil-Ingenieur stieg er 1965 nach verschiedenen Tätigkeiten für Karstadt in die Ge- schäftsleitung des Alsterhauses in Hamburg ein, das damals zu Hertie gehörte. Bis 1983 war er für den Hertie-Konzern in unterschiedlichen Positionen tätig, ab 1976 als Vorstandsmitglied. Seit 1987 ist Grüschow für Techem tätig, seit 1999 in der Position des Vorsitzenden des Aufsichtsrates.

Frankfurt Rhein-Main – die „welcome region“



Der Römer, Frankfurts Rathaus, mit dem Gerechtigkeitsbrunnen.

Der Name „Frankfurt Rhein-Main“ wird gelegentlich nur mit dem gleichnamigen Airport in Verbindung gebracht. Doch „Frankfurt Rhein-Main“ ist wesentlich mehr. Der Begriff steht für eine der dynamischsten, vielfältigsten und lebenswertesten Regionen Europas. Im Herzen des Kontinents gelegen ist sie mit ihrer Weltoffenheit und hohen Internationalität die „welcome region“ schlechthin.




Frankfurts Architektur ist von einem interessanten Mix aus
Tradition und Moderne geprägt.

Frankfurt Rhein-Main macht an Landesgrenzen nicht halt. Die Region berührt das Territorium dreier Bundesländer – Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz. Zwischen Gießen und Friedberg im Norden, Darmstadt im Süden, Wiesbaden und Mainz im Westen und Aschaffenburg im Osten leben fünf Millionen Menschen. Über 300.000 Unternehmen mit mehr als 2,2 Millionen Arbeitnehmern erwirtschaften ein jährliches Bruttoinlandsprodukt von über 140 Milliarden Euro. Diese Wirtschaftsleistung ist beeindruckend. Pro Kopf liegt das Bruttoinlandsprodukt deutlich höher als in London oder Paris. Ein gesunder und stabiler Mix aus internationalen Großkonzernen und mittelständischen Unternehmen kennzeichnet die Unternehmenslandschaft. Neben traditionellen Branchen wie der Chemie- und Elektroindustrie haben sich hier zahlreiche IT- und Biotechnologie-Unternehmen angesiedelt.

 

Frankfurt, der Mittelpunkt der Region, nimmt als internationales Finanzzentrum die führende Rolle in Kontinentaleuropa ein. Als Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) ist sie die Stadt des Euro, in der die währungspolitischen Entscheidungen für die Europäische Union getroffen werden. Zweifelsohne war die große Zahl bedeutender Banken in der Region – neben der Deutschen Bundesbank über 350 Institute, davon über 200 internationale – ein gewichtiges Argument zur Ansiedlung der EZB. Weitere bedeutende Finanzinstitutionen sind die Deutsche Börse AG als Trägerin der Wertpapier- und Terminbörse und das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel. Nach New York und London ist die Frankfurter Wertpapierbörse die drittgrößte der Welt.




Links: Pro Stunde werden durchschnittlich 78 Flugzeuge
abgefertigt. Rechts: Der Flughafen am Abend.

Frankfurt Rhein-Main ist das wichtigste deutsche Zentrum der Telekommunikation und des Internets, bedeutend auch gemessen an internationalen Maßstäben. In der Region sind nicht nur über 200 Telekommunikationsunternehmen und Internet- Provider zu Hause. Alle international führenden Telekommunikationsunternehmen und der deutsche Branchenverband Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (BITKOM) sowie das European Information Technology Observatory (EITO) sind mit eigenen Niederlassungen vertreten. Die deutschen Internetadressen werden vom Deutsche Network Information Center (Denic) verwaltet.

Herausragend ist auch die Bedeutung der Region als Knoten der Telekommunikation- und Internet-Infrastruktur. Über den Deutsche Commercial Internet Exchange (De-CIX) laufen 85 Prozent des deutschen und 35 Prozent des europäischen Internet-Traffics. Der deutsche Zugangsknoten für das europäische Breitband-Wissenschaftsnetz TEN-155 befindet sich ebenfalls in Frankfurt Rhein-Main.




Mit dem ICE sind vom Frankfurter Hauptbahnhof innerhalb weniger Stunden die meisten deutschen Großstädte zu erreichen.

Über 2.200 Hightech-Unternehmen, darunter zahlreiche Bio- und Gentechnologie-Firmen, demonstrieren die Bedeutung der Region auch in diesem zukunftsträchtigen Wirtschaftsbereich. Der hoch qualifizierte Nachwuchs nicht nur für diese Unternehmen kommt auch aus den 18 Universitäten und Fachhochschulen mit ihren 150.000 Studenten. Über 100 renommierte Forschungseinrichtungen sorgen für permanente Innovationen.

 

Den Unternehmen und Bewohner der Region steht eine ausgezeichnete leistungsfähige Infrastruktur mit Verbindungen in alle Welt zur Verfügung. Frankfurt Rhein-Main ist der größte Flughafen Kontinentaleuropas, übertroffen nur noch durch London-Heathrow. 110 größere Airlines starten von hier zu 290 internationalen Zielen in 109 Ländern. Von Frankfurt Rhein-Main gehen mehr Flüge in die aufstrebenden Länder Osteuropas als von London und Paris zusammen. Es braucht nur eine Stunde Fahrzeit von den Grenzen der Region bis zum Airport; von der Frankfurter City sogar nur zwölf Minuten.




Rechts: Eingang City der Messe Frankfurt am Main.
Links: Blick auf den Messeturm.

Über den Airport Frankfurt Rhein-Main reist ein Großteil der jährlich etwa 2,2 Millionen Besucher der Frankfurter Messen. Eine Jahrhunderte alte Tradition, seit die Stadt 1240 das kaiserliche Privileg für eine jährliche Handelsmesse erhalten hat – übrigens als erste Stadt im damaligen Europa. Heute ziehen weltbekannte Messen wie die Internationale Automobilausstellung (IAA), die Buchmesse sowie die Konsumgütermesse Ambiente die Besucherströme an. Mit 37.000 Ausstellern ist Frankfurt der größte Messeplatz Europas und einer der führenden weltweit.




In der Frankfurter Messe.


Die Verkehrsinfrastruktur trägt diesen Anforderungen Rechnung. Der Frankfurter Hauptbahnhof ist der größte Europas, der regionale Rhein-Main-Verkehrsverbund der größte Deutschlands. Innerhalb weniger Stunden gelangen Reisende über moderne Inter-/Eurocity- und Intercity-Expresse-Strecken in die deutschen und europäischen Metropolen. Das Frankfurter Kreuz macht die Region zum wichtigsten Knotenpunkt des europäischen Fernstraßen- und des deutschen Autobahnnetzes.




Links: Alte Oper. Rechts: Senckenberg-Museum,
Frankfurt am Main.

Die Menschen in Frankfurt Rhein-Main leben und arbeiten gerne in der Region. Anders als etwa europäische Metropolen wie London und Paris besticht die Region durch ihre landschaftliche und kulturelle Vielfalt. Von den Wolkenkratzern der in Europa einzigartigen Frankfurter Skyline bis zu den idyllischen Weinbergen des Rheingaus sind es nur wenige Autominuten. Die traditionsreichen Kurbäder Wiesbaden und Bad Homburg zogen schon berühmte Gäs- te wie den russischen Hochadel und die Zaren an. Natur pur bieten Taunus, Odenwald und Spessart. Die Möglichkeit, zwischen einem Leben in ländlicher Umgebung oder einer quirligen City zu wählen, macht Frankfurt Rhein-Main zu einer äußerst attraktiven Region für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

 

Frankfurt Rhein-Main ist zweifelsohne die kosmopolitischste Region Deutschlands. Dafür sorgen nicht allein der Airport und die internationalen Messen. Seit Jahrhunderten dient die Region als Drehkreuz internationaler Warenströme. Heute finden sich hier bedeutende US-amerikanische, japanische und koreanische Gemeinden. In der Region leben mehr als 160 Nationalitäten, die für eine weltläufige Atmosphäre sorgen. Der Begriff „multikulturell“ hat hier eine lange Tradition.




Oben: Die Frankfurter Paulskirche.
Unten: Palmengarten.

Kultur und Lebensart werden in Frankfurt Rhein-Main großgeschrieben. Die Region ist eines der kulturellen Zentren Europas. Renommierte Theater und Opernhäuser sowie namhafte Museen ziehen Jahr für Jahr Tausende begeisterter Besucher an. Das Ballett Frankfurt, die Symphonieorchester des Hessischen Rundfunks und des Museumsvereins, die Staatstheater in Darmstadt und Wiesbaden, die Festivals im Rheingau sind kulturelle Highlights ersten Ranges.

 

Frankfurt Rhein-Main bildet das Zentrum der deutschen Sportpolitik. In Frankfurt ist der Sitz des Deutschen Fußball-Bunds, des größten Sportfachverbands der Welt. Legendär sind die Empfänge für die deutsche Fußballnationalmannschaft nach Welt- und Europameisterschaften auf dem Römerberg in der Frankfurter City. Ebenfalls in Frankfurt beheimatet sind die drei Spitzenverbände des deutschen Sports: der Deutsche Sportbund, der knapp 27 Millionen Mitglieder unter seinem Dach vereinigt, das Nationale Olympische Komitee für Deutschland (NOK) und die Stiftung Deutsche Sporthilfe, die erfolgreichste private Sportförderinstitution Europas.


Fußball, Basketball, Eishockey und American Football bieten Woche für Woche erstklassige Unterhaltung. Die Pferderennbahn gehört zu den festen Institutionen für ein unterhaltsames Wochenende, das Rennen „Rund um den Henninger Turm“ jeweils am 1. Mai ist Deutschlands einziger Klassiker im Radsport. In der Region findet der deutsche Ironman-Triathlon-Wettbewerb statt. Jahr für Jahr verzeichnet der Chase Corporate Challenge steigende Teilnehmerzahlen. Mit mehreren zehntausend Teilnehmern verzeichnet die Frankfurter Veranstaltung den größten Zuspruch der Laufserie in Europa. Frankfurt ist Spielstätte bei der 2006 in Deutschland stattfindenden Fußballweltmeisterschaft. Für das sportliche Selbstbewusstsein der Region Frankfurt Rhein-Main spricht auch die Bewerbung um die Olympischen Spiele 2012.

Mit ihrer Größe, Dynamik und Wirtschaftskraft nimmt die Region Frankfurt Rhein-Main einen der vorderen Plätze unter den Wirtschaftszentren Europas ein. Verbunden mit der Weltoffenheit ihrer Bewohner und der hohen Lebensqualität ist sie die erste Wahl für internationale Investoren.


 

Kontaktadresse:

Stiftung Deutsche Sporthilfe

Hans-Joachim Elz

Burnitzstraße 42

D-60596 Frankfurt am Main

Telefon

 

+49 (069) 6 78 03-51

Fax

 

+49 (069) 6 78 03-80

E-Mail

 

helz@sporthilfe.de

Internet

 

www.sporthilfe.de


Unternehmensbeiträge:

Rhein-Main-Verkehrsverbund – Einfach weiter
Der Systemdienstleister zum „Planen – Ausrüsten – Betreiben“
Keine Wirtschaft ohne Mobilität – Mit der RBO für Regensburg und Ostbayern
Verkehrsverbund - Erfolg regionaler Kooperation
Wissen, wie’s läuft

Autorenbeiträge:

Ein modernes Verkehrsnetz verbindet Sachsen mit den Zentren Europas
Multimodales Güterverkehrs- undLogistikzentrum am Main-Donau-Kanal
Luftfahrt wieder mit guten Wachstumsprognosen
Innovationen in der Mobilsägetechnologie
Deutschland – Land der kurzen Wege