Nutzfahrzeugland Rheinland-Pfalz –
Im Cluster Wettbewerbsfähigkeit fördern
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Nutzfahrzeughersteller im Südwesten Deutschlands. Bild: Daimler AG 2009 |
Räumliche Konzentration zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit nutzen
Rheinland-Pfalz besitzt mit einer hohen Konzentration von Nutzfahrzeugherstellern (schwere Lkw, Landtechnik und Baumaschinen) und der im Land selbst und in angrenzenden Regionen angesiedelten Zulieferindustrie ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Rund 25 Prozent der bundesweit in dieser Branche Beschäftigten und mehr als 25 Prozent des bundesweit erzielten Branchenumsatzes entfallen auf Rheinland-Pfalz und die Metropolregion Rhein-Neckar. Der Aktionsradius des Clusters erstreckt sich auf die Postleitzahlgebiete 5, 6, 7 und 8, entsprechend kommen weitere 20 Prozent an bundesweitem Umsatz und Beschäftigung der Nutzfahrzeugbranche hinzu. Ergänzt wird diese räumlich stark konzentrierte wirtschaftliche Kompetenz durch die Bündelung wissenschaftlicher Akteure mit Nutzfahrzeug – affinen Kompetenzen an den Standorten Kaiserslautern, Karlsruhe, Mannheim, Darmstadt und Siegen.
35 Unternehmen aus der Nutzfahrzeugwirtschaft und 15 Einrichtungen aus Wissenschaft und Organisationen/Verwaltung partizipieren inzwischen an dem vom CVC über Veranstaltungen und Messeforen organisierten Wissenstransfer. Hinzu kommen regelmäßig tagende Projektgruppen zu Entwicklungs-, Fertigungs-, Einkaufs- und logistischen Themen. Im Fokus stehen dabei von Anfang an die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge, Qualitätssicherung und strategische Optimierung der Hersteller-Lieferantenbeziehung sowie die Qualifizierung von Mitarbeitern. Mit Blick auf die globale und internationale Dimension der Branche konnten ein Masterstudiengang Commercial Vehicle Technology an der TU Kaiserslautern installiert und die Einbindung der Oregon State University (USA) in den Schwerpunkt Nutzfahrzeuge des Studiengangs Maschinenbau sowie ein Praktikantenaustausch realisiert werden.
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(c) John Deere |
Die Zusammenarbeit von wissenschaftlichen Akteuren und dem Cluster als Kooperationsplattform von mittelständischen Unternehmen und Konzernen ist in Rheinland-Pfalz besonders intensiv im Raum Kaiserslautern. Dort arbeiten das Zentrum für Nutzfahrzeugtechnik an der Technischen Universität Kaiserslautern, das Fraunhofer- Innovationscluster „Digitale Nutzfahrzeugtechnologie“ und der CVC erfolgreich zusammen. Gemeinsames Ziel aller Akteure ist, die F&E-Kompetenz und das Qualifizierungspotenzial im Segment Commercial Vehicle Industry der Region Kaiserslautern auszubauen und zu vermarkten.
Eine enge Zusammenarbeit des CVC besteht aber auch mit nutzfahrzeugspezifisch ausgerichteten Instituten an der Technischen Hochschule Karlsruhe, dem Fraunhofer Innovationscluster hybrider Leichtbau in Pfinztal (KITe hyLITE), dem Institut für Kraftfahrwesen an der RWTH Aachen und dem Institut für Fertigungstechnik an der Universität Siegen. Dies sichert den industriellen Partnern des Clusters einen breiten Zugang zu exzellentem Know-How.
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Gemeinsam ans Ziel
Die Zuverlässigkeit von Nutzfahrzeugen, Land- und Baumaschinen ist die größte Herausforderung, der sich Hersteller und Zulieferer sowie Forschung und Entwicklung stellen müssen. Sie gilt es voranzutreiben und sich dabei international ganz vorne zu platzieren. Im Verbund mit anderen ist dies ein realistisches Ziel, auf das alle Partner des Clusters zusteuern. Unterstützt werden sie dabei durch:
• die Gesellschafter der Commercial Vehicle Cluster – Nutzfahrzeug GmbH: Neben dem Land Rheinland-Pfalz mit einem Anteil von 28,5 Prozent sind dies zu gleichen Teilen die Daimler AG, die John Deere-Lanz Verwaltungs-AG, die euro engineering AG, die Grammer AG und die Kirchhoff Holding GmbH & Co. KG
• den Aufsichtsrat (für den die fünf Gesellschafter aus der Industrie und die Ministerien für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau sowie für Finanzen, Rheinland-Pfalz, je ein Mitglied stellen)
• den Beirat (dem je ein Vertreter des Verbands der Automobilindustrie e.V. (VDA) und des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) und zwei Vertreter aus der Wissenschaft angehören)
• und das Clustermanagement in Kaiserslautern.
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Der Cluster
bietet seinen Partnern konkret:
Der Commercial Vehicle Cluster nutzt verschiedene Instrumente zur Verbesserung der Wettbewerbssituation seiner Partner innerhalb und außerhalb von Rheinland-Pfalz. Hierbei spielen sowohl wirtschaftliche Optimierung als auch Förderung und Marketing eine Rolle. Konkret bietet der CVC:
• einen Platz in Arbeitsgruppen und Workshops zu aktuellen Themen der Branche (zu technischen Innovationen, Prozessoptimierung, Produktionsthemen, Automobilelektronik und IT, Werkstoffen und vielen mehr).
• Durch die konkrete Arbeit in den Projektgruppen und die Anfertigung von Studien wird die Vernetzung der Partner gesteigert. Daraus gewonnene Ergebnisse stehen nach Abschluss den Partnern des Cluster zur Verfügung. Ziel ist, einen Vorsprung in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht für die Mitglieder zu generieren.
• die Einbindung in den Wissenstransfer und das Wissensmanagement zahlreicher Branchenspezialisten
• einen Informationsvorsprung bei besonders innovativen Lösungen
• die gezielte Unterstützung und Förderung mittelständischer Unternehmen und die Generierung von Verbundvorhaben bei KMU’s in Bezug auf innovative Vorhaben, um den Unternehmen eine Chance größeren wirtschaftlichen Erfolgs zu verschaffen
• ein Netzwerk mit maßgeblichen Entscheidern aus Wirtschaft und Wissenschaft
• eine Auswahl an Lösungen, mit denen aktuelle Herausforderungen der Branche gelöst werden können
• eine Gelegenheit, qualifizierten Nachwuchs zu finden
• eine Perspektive, Arbeitsplätze zu erhalten und neue anzubieten
• einen Newsletter, in dem alle Partner eigene Erfolge und Innovationen veröffentlichen können, sowie eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit.
Der Aufbau und die Arbeit des Commercial Vehicle Clusters werden mit Mitteln der Europäischen Union (EFRE) und des Landes Rheinland-Pfalz unterstützt, die den Partner-Unternehmen in Form von Veranstaltungen, von der Clusterorganisation finanzierten Projekten und Projektgruppenarbeit zugutekommen.
Dabei wird besonderer Wert auf die Förderung von KMU’s und die Unterstützung wissenschaftlicher Einrichtungen in Rheinland-Pfalz gelegt.
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Der Mercedes-Benz Citaro Hybrid wurde 2008 mit dem DEKRA-Umweltpreis ausgezeichnet. |




















