Dr.-Ing. Frank Toubartz

Der promovierte Diplom-Ingenieur der Metallurgie ist Executive Director Lead Business Europe bei Johnson Controls Power Solutions EMEA, Mitglied der Ge­­schäfts­führung der Johnson Controls Re­­cycling GmbH und Werkleiter am Stand­­­ort Kraut­scheid. Dem Unterneh­men ge­­hört er seit 1991 an. Frank Toubartz hat sein Stu­dium an der RWTH Aachen ab­­solviert.

Investieren in die Zukunft von Mensch und Umwelt



Schachtofenprozess
Johnson Controls Recycling GmbH March 2010

Umweltschutz geht alle an. Gerade in der Wirtschaft – vom produzierenden Welt­unternehmen bis hin zum Ein-Per­­so­nen-Dienstleister – spielt ein res­­sour­­censcho­­nendes und nach­­haltiges Wirt­schaf­­ten eine immer wich­­tigere Rolle.

Dass dies nicht nur eine sinnstiftende Auf­gabe ist, sondern ein ge­­winn­­bringen­­des Geschäfts­­­model sein kann, dafür ste­­hen viele Un­­ter­nehmen in Rhein­­­­land-Pfalz mit ihrem Namen. Ein solches Bei­­spiel ist der Geschäfts­be­­reich Power Solutions von Johnson Controls, der welt­­weit füh­­render Ent­­wickler und Produzent von Blei­säu­re­­­batterien und Antriebstech­no­­lo­gien für Hybrid- und Elektro­fahr­­zeu­­ge ist. Das Un­­­ternehmen stellt un­­ter an­­derem die deutschlandweit am meis­­ten verbreitete Auto­batterie der Marke VARTA her.


Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell
Anders als andere Hersteller sorgt John­­­­­son Controls aber auch aktiv für die Rück­­­­führung der Altbatterien, um sie der Wert­schöpfungs­kette erneut zu­­zu­füh­­ren. Am rheinland-pfälzischen Stand­ort Buch­­­­holz/Kraut­scheid verhüttet das Unter­neh­­men über eine Schacht­ofen­anlage verbrauchte Blei­batterien und nutzt die Wertstoffe für die Pro­duk­tion neuer Bat­­­­terien. Der traditionsreiche Stand­­­­­­ort wur­­­­de be­­reits im Jahr 1904 gegründet, ent­­sprechend hoch ist das gewachsene und stetig ausgebaute Know-how. Der Re­­cy­­c­­lingprozess der Pro­­­duk­­te läuft da­­bei auf höchstem Sicher­heits­­ni­­veau ab. Das Un­­ter­­­neh­­men verfolgt im Rah­­men der Stand­­­­­ort­­ent­­wicklung be­­züglich Mitar­­bei­­ter und Umwelt eine Null-Unfall-Stra­­tegie. Im Rah­­men der Arbeits­sicherheit tragen da­­zu etwa hochwertige Schutz­anzüge, mo­­dern­­­ste Atem­­schutz­­hel­me, regelmä­­ßige Übun­gen zur Unfall­­prä­ven­­­­­tion und zur schnel­­len Ko­­ope­­ra­­tion mit der örtlichen frei­­willigen Feuer­wehr so­­­­wie re­­gel­mä­ßi­ge interne und un­­ab­hän­­gi­­ge Ge­­­­sundheits­unter­suchun­gen des Per­­­so­nals bei. Hin­­zu kommt ein dichtes Netz an Ver­­­­­fah­­ren zur Reini­gung von Arbeits­gerä­ten, Fahr­zeu­­gen und Pro­duk­tions­stät­­­­­ten. Es finden zudem regelmäßige und un­­an­­gekündigte Überprüfungen von externen Instituten statt.

 

Kontinuierlich führt das Unternehmen selbst Messungen durch und unterzieht sich außerdem freiwillig weiteren Tests, die von international anerkannten Umwelt- und Sicherheitsprüfern überwacht werden.  Bei John­­­­son Con­trols wird Sicher­heit und Umwelt­schutz groß­­ge­­schrieben und ge­­rade in diesem Be­­reich nichts dem Zu­­fall überlassen. Dies alles sind Maß­nah­­men, de­­ren Erfolg auch messbar ist.

 




Die ecosteps Initiative unterstützt den WWF.

Recyclingprozess mit aktiver Rückholung von Altbatterien.

Investition in die Zukunft ...
Damit nicht genug. Das Unternehmen strebt an, in Rheinland-Pfalz seinen Bei­­­­­­trag zum Umweltschutz weiter aus­zu­­bau­­­­en und in den Standort zu in­­ves­­tieren.
So sollen die Anlagen­kapa­zi­tä­­ten in Buch­­­­holz/Kraut­­­­scheid in enger Ab­­stim­­­­mung mit den zuständigen Be­­hör­­den und den betroffenen Bürgern weiter aus­­ge­­baut  werden und die Produktions­pro­­zesse zu noch mehr Ressourcenschonung beitra­gen. Hierzu möch­­te das Unterneh­men in den Standort in­­ves­­tieren und tätigt damit die größte Einzelin­ves­­­ti­tio­­n in sei­­ner Firmengeschichte überhaupt.


Der gewissenhafte und nachhaltige Um­­­­­­gang mit der Umwelt ist Grundsatz und fester Bestandteil der Unterneh­mens­phi­­losophie von Johnson Controls – er prägt das weltweite Denken und Han­­deln des Unternehmens. Sinn­bild­lich da­­für steht ecosteps, eine umfassende Re­­cycling­­ini­­tia­­tive im Bereich Auto­­bat­­te­­rien, von der alle profitieren: Mensch und Umwelt. Der Her­­steller über­­nimmt Ver­­ant­­­wor­tung für den vollstän­­digen Wert­­­stoff­kreis­lauf. So sol­­len in Zukunft nicht nur die Bleianteile, sondern auch die Kunst­stoffe der Alt­­bat­­terien recycelt wer­­den.

Die Idee ist ein­­fach genial und ge­­nial einfach: Jede von Kun­­den und Werk­­­stät­­ten zurückge­­gebene Altbatte­rie wird in einem ge­­­schlossenen Kreis­­­lauf zu­­rück­­ge­­führt – und nahezu vollständig recycelt. So kann beispielsweise das wert­­volle Blei fast zu 100 Pro­­zent wieder ver­­wendet werden. Das schont nicht nur die Um­­welt, sondern macht sich auch für Bat­­­­terie-Käufer und Batte­­rie-Händ­­ler be­­­­zahlt. Statt bis­­her 100.000 Ton­nen Blei sol­­len in Zu­­kunft 120.000 Ton­nen Blei verarbeitet werden. Über den Re­­cycling­prozess der Kunst­stoff-Bat­­te­rie­­be­­hälter und Deckel sollen zu­­dem 12.000 Ton­nen Polypropylen für neue Batterien erzeugt werden.


Im Bereich der Wasserwirtschaft wird deutlich in Nachhaltigkeit investiert. Für Kühl-, Prozess-, Wasch- und Reini­gungs­­­­was­­ser soll verstärkt Niederschlags­was­­ser genutzt werden. In der Folge wer­den Frisch­was­­ser­nut­zung und Ab­­was­ser­men­­ge trotz neuer wasser­­­­in­­ten­­si­­ver Anlagen weiter reduziert.

 




Rohstoffwiederverwertung: Bleiverhüttung in Krautscheid.

Mehr noch …
Aus den Erlösen unterstützt Johnson Controls den WWF Deutschland. Er ist Teil des World Wide Fund for Nature – einer der größten unabhängigen Natur­­schutzorganisationen der Welt. Das glo­­bale Netzwerk des WWF ist in mehr als 100 Ländern der Erde aktiv und wird von über fünf Millionen Förderern unterstützt. Oberstes Ziel des WWF ist die Bewahrung der biologischen Vielfalt von Pflanzen und Tieren und ihrer natürlichen Lebensräume. Da­­rü­­ber hinaus setzt sich die Umwelt­stif­­tung dafür ein, erneuerbare Res­­sour­­cen naturverträglich zu nutzen, die Umweltverschmutzung zu verringern und verschwenderischen Konsum einzudämmen.

Nicht zuletzt wird die Investition in den Standort zu einem Zuwachs an Ar­­beits­­plätzen führen. Auch dies ist für die länd­­liche Region und für Rhein­land-Pfalz ein echter Gewinn.

ecosteps – ein Beitrag für die Zukunft unserer Kinder.

 

 

 

 

 

 


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Unternehmensbeiträge:

Trendsetter in Sachen Nachhaltigkeit – REHAU weltweit führend+
Ein Familienunternehmen als führender „Global Player“
TAKRAF – Innovation aus Tradition
Ludwigshafen - Der Film

Autorenbeiträge:

Energieeffiziente Produktionals Wettbewerbsfaktor
Daten für die Wetterprognosen – EUMETSAT in Darmstadt
Polityka ochrony środowiska w Polsce
Energie auf neuen Wegen