Fotografie als Erlebnis
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© Waswo X. Waswo, „The Romeo“ aus der Serie „A Studio in Rajasthan“ |
Drei Tage lang wird an zentralen Ausstellungsorten in Darmstadt eine Auseinandersetzung mit dem Wirkungsspektrum der Fotografie möglich. Das abwechslungsreiche Angebot macht die Darmstädter Tage der Fotografie für Besucher und Künstler zu einem intensiven Erlebnis.
Fotografen haben im Jahr 2004 den Grundstein für ein internationales Festival geschaffen, das sich inzwischen als eines der wichtigsten deutschen Fotoereignisse etabliert hat: die Darmstädter Tage der Fotografie. Seitdem verwandelt sich die Stadt jedes Jahr erneut zu einem bunten Ausstellungsort für visuell Interessierte. Dem zugrunde liegt die Idee der „Konzentration und Begegnung“. Die Ausstellungen und das Gesamtprogramm an verschiedenen Orten der Stadt laden zu einem Rundgang ein.
Fokussiert auf ein Thema, versteht sich das Festival als Seismograf zeitgenössischer Fotografie, der sowohl international etablierten Fotokünstlern als auch künstlerischem Nachwuchs die öffentliche Auseinandersetzung und den persönlichen Austausch über das Werk ermöglicht. Damit gelingt es dem Event, in einer einzigartigen Dichte zahlreicher über das Festivalwochenende verteilter Aktionen, ein Schwerpunktthema aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und dem interdisziplinären Diskurs über Fotografie ein Forum zu bieten, das den Besucher aktiv mit einbezieht.
So vermag der Besucher sich dem Thema und der Fotografie über diverse Ausstellungen, Diskussionen oder ein Symposium zu nähern und in einen offenen Dialog mit den anwesenden Fotokünstlern und Referenten aus Gesellschaft, Kunst und Wissenschaft zu treten. Der zeitliche Rahmen eröffnet einen Raum für Begegnungen, Intensität und Lebendigkeit. Sind es doch oftmals gerade die Begegnungen zwischen den Bildern, die den besonderen Charme des Festivals ausmachen und von den Besuchern wie den Künstlern geschätzt werden.
Die stetig wachsende Beliebtheit des Festivals schlägt sich auch in der steigenden Anzahl eingesandter Fotobeiträge nieder, die über eine international publizierte Ausschreibung für die Teilnahme am Rahmenprogramm eingereicht werden.
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Unter den zahlreichen Bewerbungen wählt eine Jury rund 35 Arbeiten aus, die in ihrer künstlerischen Qualität den Exponaten renommierter Fotokünstler aus dem Hauptprogramm in nichts nachstehen. In der Konvergenz beider Programme fördert das Festival bewusst den Kontakt unter den Fotografen.
Eine Anerkennung und ein mögliches Sprungbett für die Künstler bietet der jährlich unter den Rahmenprogramm-Teilnehmern vergebene und mit 5.000 Euro dotierte „Merck-Preis der Darmstädter Tage der Fotografie“, mit dem die Jury als „Best of Show“ die konsequenteste fotografische Umsetzung des Themas kürt.
Es ist dem ehrenamtlichen Engagement der Initiatoren und dem breiten Zuspruch aller Interessierten, die sich von Bildern überraschen, bewegen und faszinieren lassen wollen, zu verdanken, dass das Festival zu einer festen Größe im Darmstädter Kulturkalender avancieren konnte. Mit dem Schauraum im Literaturhaus Darmstadt ist seit dem Frühjahr 2010 eine Präsenz in der Stadt über das Festival hinaus möglich. Dort finden Ausstellungen und Veranstaltungen mit und über Fotografie statt. Das umfangreiche Künstler-Archiv auf der Website des Festivals und die Publikationen zu den Veranstaltungen dokumentieren die aktuelle künstlerische Fotografie in Deutschland sowie darüber hinaus.

















